Licht unter´m Scheffel - Tiroler im Gaistal?

Einladungsplakat

Habsburger Wurzeln - Evangelische im Exil

Die Ausstellung über die Geschichte der Evangelischen in Österreich und deren Vertreibung wurde anlässlich des Gustav-Adolf-Festes 2008 durch die Evangelische Kirchengemeinde Bad Herrenalb organisiert.

Sie sollte die Bezüge zur ursprünglichen Heimat unserer Gaistäler Familien aufzeigen. In der Überlieferung der Familien stammten sie aus Österreich und wurden von dort vertrieben.

Mit Unterstützung durch das Gustav-Adolf-Werk in Württemberg sowie großer Unterstützung aus Österreich und dem Gaistal konnte diese Ausstellung verwirklicht werden. Die Organisation der Ausstellung hatte Diakon Matthias Hoffmann aus Bad Herrenalb-Rotensol.

Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert und kann für andere Evangelische Kirchengemeinden oder Einrichtungen über das Ev. Pfarramt Bad Herrenalb ausgeliehen werden.

Bilder einer Ausstellung

Unterstützer der Ausstellung

Wir bedanken uns herzlichst für Ihre Unterstützung!

 

Autoservice Müller GmbH, Bad Herrenalb

Elektro Weißinger, Bad Herrenalb-Gaistal

Elektrotechnik Uwe Keller, Bad Herrenalb

Evangelisches Museum Oberösterreich, Rutzenmoos

Evangelischer Presseverband in Österreich, Wien

Evangelische Kirche in Österreich:

Diakon Siegfried Bock, Feldkirchen
Pfr. Michael Guttner, Feld am See

Pfr. Prof. Dr. Ernst Hofhansl, Neunkirchen
Univ.-Prof. DDr. Rudolf Leeb, Wien
Superintendentin Mag. Luise Müller, Evangelische Kirche in Salzburg und Tirol, Innsbruck
Prof. Dr. et Mag. Gustav Reingrabner, Zurndorf

MinR Ao.Univ.-Prof. Dr. Karl W. Schwarz, Kultusamt/BMUKK, Wien

Evangelisches Diözesanmuseum Fresach/Kärnten

Fahnen-Gärtner, Mittersill, Salzburg

Forst- und Landschaftspflege, Brennholzhandel Klaus Nofer, Bad Herrenalb-Gaistal

Gustav-Adolf-Werk Deutschland, Leipzig

Gustav-Adolf-Werk in Württemberg, Stuttgart

Herrnhuter Brüdergemeine, Herrnhut

Kreisarchiv Calw, Landratsamt Calw

Landeskirchliche Archiv, Stuttgart

Malerbetrieb Nofer, Bad Herrenalb

Mühlviertler Schloßmuseum, Freistadt

Schlosserei Keller GmbH, Bad Herrenalb

Schwarzwaldgasthof Linde, Bad Herrenalb-Gaistal

Österreich-Werbung, Wien

Österreichische Botschaft, Berlin

Tourismusbüro Bad Herrenalb

Waldcafe Schaible, Bad Herrenalb-Gaistal

Presseberichte zur Ausstellung

Hier finden Sie Presseberichte zur Ausstellung:

 

Enztäler 6. Mai 2008.pdf

 

Enztäler 16. Mai 2008.pdf

Pressetexte zur Ausstellung

Licht unter’m Scheffel – Tiroler im Gaistal?
Habsburger Wurzeln - Evangelische im Exil

Ausstellung vom 25. Mai bis 8. Juni 2008 im Kurhaus Bad Herrenalb

Ausstellungskatalog "Licht unter´m Scheffel-Tiroler im Gaistal?".pdf

Pressetext "Licht unter´m Schffel - Tiroler im Gaistal?".pdf

 

Pressetext "Licht unter´m Scheffel - Tiroler im Gaistal.doc

 

Einladungsplakat "Licht unter´m Schffel - Tiroler im Gaistal?".pdf

 

Bild Prof. Dr. Gustav Reingrabner.jpg

(Fotocredit: Archiv Evangelischer Presseverband in Österreich)

 

Bild Salzburger Exulant, Vater mit drei Kindern.jpg

 

„Woher stammt denn deine Familie?“ Im Gaistal, einem Ortsteil von Bad Herrenalb, beantworten dortige Familien diese Frage mit dem Hinweis auf die Tiroler Herkunft. Wahrscheinlich gehören sie zur Gruppe der aus Glaubens-gründen vertriebenen Protestanten Österreichs. Diese bislang unerforschte Geschichte will eine Ausstellung im Rahmen des Festes des Gustav-Adolf-Werkes in Württemberg zum ersten Mal dokumentieren. Sie gibt Einblick in die Situation der Evangelischen in Österreich und informiert über Grund und Umstände der Vertreibung. Dabei werden die engen Beziehungen der Evangelischen in Württemberg zu ihren Glaubensgeschwister beleuchtet.

 

Die Protestanten in Österreich waren lange der Verfolgung durch die Habsburger Kaiser und der katholischen Kirche ausgesetzt. So konnten sie ihren Glauben nur im Verborgenen leben. Die Prediger wurden vertrieben und das religiöse Leben konnte nur innerhalb der Familie gelebt und weitergegeben werden. Samstagabends wurden die Türen und Fensterläden geschlossen, damit niemand von draußen sehen konnte, dass sich die Familie zur Andacht versammelte. Die Bibel war meist gut versteckt. Sie mussten ihr Licht gewissermaßen unter den Scheffel stellen.  Die Kinder wurden erst in einem bestimmten Lebensalter in den evangelischen Glauben eingeführt. Sonntags war die Familie verpflichtet die katholische Messe besuchen, damit sie nicht verfolgt wurde. Über 200.000 Protestanten haben dabei Österreich verlassen müssen. Andere wurden in Umerziehungsklöster gesteckt, ihrer Kinder beraubt und transmigriert oder sogar auf Galeeren gebracht.

 

Als Wegweiser zur Herkunft der Österreicher im Schwarzwald kann uns die Tradition des Pelzmärtel und des Christkindls dienen. Beide Traditionen sind im Besonderen im Fränkischen Raum zu Hause. In Franken haben sich viele Protestanten insbesondere aus dem Waldviertel, Salzburg und Oberösterreichs angesiedelt. Ein großes geistliches Zentrum war Nürnberg. Gerade in Franken sind  Pelzmärtel und das Christkind als Symbolfiguren zu Hause. Man darf Mutmaßen, ob der Weiterzug der protestantischen Exulanten diese Tradition auch in den Schwarzwald brachte.

 

Die von der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Herrenalb im Zusammenhang des Gustav-Adolf-Werk-Jahresfestes organisierte Ausstellung enthält unter anderem ein Wanderbuchprojekt der Evangelischen Kirche Österreichs über Bücherschmuggel und Geheimprotestantismus, eine Powerpointpräsentation der heutigen protestantischen Kirche Österreichs, eine Stummfilmreise von 1938 zu evangelischen Gemeinden Österreichs. Ein Infostand des Gustav-Adolf-Werkes in Württemberg ergänzt die vielseitige Sonderausstellung im Herrenalber Kurhaus.

 

Die Ausstellung wird am Sonntag, 25. Mai 2008, mit einem Stehempfang im Kurhaus Bad Herrenalb eröffnet und wird fortgesetzt mit einem Österreich-Abend im Großen Saal: ab 19.30 Uhr Bewirtung, Musik, Film, Vortrag von Prof. Dr. et Mag. theol. Gustav Reingrabner, Zurndorf/Burgenland, einem herausragenden Kenner der Evangeli-schen Kirche Österreichs. Bereits am Sonntagvormittag wird Prof. Dr. Reingrabner in den Gottesdiensten in Bad Herrenalb-Bernbach, 9.00 Uhr und in der Evangelischen Klosterkirche in Bad Herrenalb, 10.00 Uhr predigen.

 

Die Ausstellung in der Wandelhalle des Kurhauses Bad Herrenalb ist vom 25. Mai 2008 bis 8. Juni 2008  täglich geöffnet von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei

Partner der Ausstellung

Das Gustav-Adolf-Werk in Württemberg

„Ich will immer ein Anwalt der Armen sein, Minderheiten unterstützen und religiöse Freiheit schützen“. (Gustav Adolf II., 1594 – 1632).

 

Dieses Wort des Schwedenkönigs Gustav Adolf beschreibt Selbstverständnis und Auftrag des Gustav-Adolf-Werkes (GAW) der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. 1843 gegründet, unterhält das GAW heute Beziehungen zu mehr als 40 Partnerkirchen und deren Einrichtungen. In über 28 Ländern Europas und Lateinamerikas leben evangelische Christen zum Teil in verschwindender Minderheit.

 

Als Diasporawerk fördert das Gustav-Adolf-Werk den Aufbau von Gemeinden, missionarische Programme und die Ausbildung von Laienpastoren und Stipendiaten. Es unterstützt Straßenkinderprojekte, hilft beim Bau oder der Renovierung von Kirchen und anderen kirchlichen Einrichtungen und vermittelt Beziehungen zu Glaubensgeschwistern in der Ökumene. Im Besonderen bei Österreich reicht jedoch die Unterstützung zurück bis zur Zeit der Reformation.

 

Das Gustav-Adolf-Werk ist das Diasporawerk der Evangelischen Landeskirche. Es feiert in jedem Jahr sein großes Jahresfest in einem anderen Kirchenbezirk. Aus Anlass des Jahresfestes vom 30.Mai bis 1. Juni 2008 im Kirchenbezirk Neuenbürg, ist diese Ausstellung über den Protestantismus in Österreich ein Beispiel für die Vielfalt der Partnerbeziehungen des Gustav-Adolf-Werkes.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:  

 
Ev. Pfarramt Bad Herrenalb I
Pfarrerin Brigitte Fried
Im Kloster 9
76332 Bad Herrenalb

Tel.: 07083-52 42 55
Fax: 07083-52 42 56
Email: pfarramt.bad-herrenalb-1dontospamme@gowaway.elk-wue.de
Internet: www.evangelisch-bad-herrenalb.de

 

Gustav-Adolf-Werk in Württemberg
Pfahlbronner Straße 48
70188 Stuttgart

Telefon: 0711 / 46 20 05
Fax: 0711 / 48 36 18
Geschäftszeiten:
Montag - Freitag, 08.00 Uhr - 17.00 Uhr
E-Mail: ev.diasporadontospamme@gowaway.gaw-wue.de
Internet: www.gaw-wue.de

 

 

Grafische Arbeit

Die grafische Gestaltung hat Fr. Johanna Widmaier aus Mundelsheim übernommen. Herzlichen Dank für die vielen Geduldsfäden und die Mühe mit der Gestaltung der Ausstellungstafeln und des Einladungsplakates.

Kontakt zu Ihrem Grafikerbüro:  www.coxorange.de